Erster Tag des Baumes
Das spanische Dorf Mondoñedo veranstaltete 1594 unter der Leitung seines Bürgermeisters das weltweit erste dokumentierte Fest der Baumpflanzungen. Der Ort heißt heute noch Alameda de los Remedios und ist weiterhin mit Bäumen bepflanzt.KalkUndRosskastanieBäume. Ein schlichter Granitstein und eine Bronzetafel erinnern an das Ereignis. Auch das kleine spanische Dorf Villanueva de la Sierra veranstaltete den ersten modernen Tag des Baumes, eine Initiative, die 1805 vom örtlichen Pfarrer mit der begeisterten Unterstützung der gesamten Bevölkerung ins Leben gerufen wurde.
Während Napoleon Europa mit seinen Eroberungszügen verwüstete, lebte in diesem Dorf in der Sierra de Gata ein Priester namens Don Juan Abern Samtrés. Laut den Chroniken war er „von der Bedeutung der Bäume für Gesundheit, Hygiene, Dekoration, Natur, Umwelt und Traditionen überzeugt und beschloss daher, Bäume zu pflanzen und eine festliche Atmosphäre zu schaffen.“ Das Fest begann am Karnevalsdienstag mit dem Läuten der beiden Kirchenglocken, der mittleren und der großen. Nach der Messe, noch in Kirchenschmuck gehüllt, pflanzte Don Juan, begleitet von Geistlichen, Lehrern und zahlreichen Nachbarn, den ersten Baum, eine Pappel, im sogenannten Tal des Ejido. Weitere Baumpflanzungen folgten in Arroyada und Fuente de la Mora. Anschließend gab es ein Festmahl mit Tanz. Die Feierlichkeiten und Pflanzaktionen dauerten drei Tage. Don Juan verfasste ein Manifest zum Schutz der Bäume, das er an die umliegenden Städte sandte, um die Liebe und den Respekt vor der Natur zu verbreiten. Er riet den Menschen darin auch, in ihren Gegenden Bäume zu pflanzen.
Veröffentlichungsdatum: 11. März 2023
